Ratgeber Badefässer und Badezuber

Das Badefass, auch Badezuber, Badebottich oder Badetonne genannt, wird überwiegend als Sitzbad genutzt, ähnlich wie ein Whirlpool.

Der Clou dabei ist, dass ein Ofen das Wasser auf angenehme Temperaturen aufheizen kann, sodass Sie auch bei kühlen Außentemperaturen nicht auf ein Bad unter freiem Himmel verzichten müssen.

Traditionelle Badekultur

Baden wird schon seit jeher von den Menschen zu mehr als der körperlichen Reinigung verwendet. Bereits im alten Ägypten wurden Badeanlagen gefunden, die ihrer Größe nach zu mehr als nur der Säuberung dienten. Heute ist Baden Teil der Erholung und der Wellness geworden, und hat so auch eine gesellschaftliche Position erhalten. Wer etwas auf sich hält, hat einen Pool am Haus oder gar einen Whirlpool, nach dem amerikanischen Hersteller auch Jacuzzi genannt.

Gemeinsames Baden ist gesellschaftsfähig und Teil der Freizeit und Erholung. Ein Pool hat jedoch nicht nur Vorteile, er braucht auch viel Pflege und ist aufwendig im Unterhalt. Die Alternative ist hier ein Badefass oder Badebottich. Um einen Fehlkauf zu vermeiden, sollten Sie sich hier in unserem Ratgeber über die verschiedenen Auswahlkriterien informieren.

Eine Badetonne muss nicht zwingend mit einem Ofen ausgestattet sein. Wenn Sie sich für eine der kleineren Ausführungen entscheiden und Sie den Badebottich nur im Hochsommer nutzen möchten, können Sie auf einen Ofen verzichten.

Allerdings macht ein Hottube bei kalten Außentemperaturen erst richtig Spaß und ist eine perfekte Möglichkeit zum Entspannen nach einem anstrengenden Alltag. Hier wird es aber ohne Ofen zu kalt.
Badezuber 170 mit Außenofen Thermoholz

Grundsätzlich wird für kleine Badefässer ein Ofen empfohlen, der außen angebracht ist. Dadurch haben Sie im Inneren mehr Platz und Wasser. Bei einem großen Badzuber sollte der Ofen innen vorhanden sein. Das hat den Vorteil, dass sich die hohe Wassermenge schneller aufwärmt, als mit einem Außenofen, wenngleich der Innenofen natürlich auch hier seinen Platz in Anspruch nimmt.

Badezuber 170 Innenofen Red Cedar weiss

Erhältlich ist ein Badebottich in den gängigen Größen zwischen 140 und 200 cm Durchmesser. In der Regel ist eine Badetonne für zwei Personen in einer Größe von 140 cm Durchmesser ausreichend. Ab vier Personen sollte der Badezuber mindestens 180 cm Innendurchmesser betragen.

Badefass aus Metall

Die meist günstigste Variante eines Badezuber besteht aus Metall beziehungsweise Aluminium mit einer Innenwanne aus Kunststoff. Die Lebensdauer ist im Vergleich zu einem Holz-Badefass wesentlich geringer und die Wasserwärme kann weniger gut gehalten werden, als bei einem Holz-Badebottich mit einer Holzinnenausstattung. Zudem vermittelt ein Metall-Badezuber nicht das klassische Skandinavien-Flair.

Badefass aus Holz

Zur Auswahl stehen unterschiedliche Holzarten mit verschiedenen Eigenschaften. Fichte zählt zu den geeigneten Holzarten bei einer Badetonne. Es dunkelt im Laufe der Zeit nach und ist eine recht weiche Holzart. Es ist zudem beständig und es weicht nur wenig Harz heraus. Fichte weist einen relativ hohen Isolierungsgrad auf, sodass sich das Wasser schneller erwärmt, als beispielsweise bei einem Badebottich aus Aluminium.

Erhältlich sind Badezuber auch aus speziellem sogenannten Thermoholz. Dabei handelt es sich nicht um eine bestimmte Holzart, sondern Holz wird einer besonderen Behandlung unterzogen. Hier kommen heiße Temperaturen sowie Dampf zum Einsatz. Dies sorgt dafür, dass sich der natürliche Feuchtigkeitsgehalt in einem Holz reduziert, eine hohe Dichtigkeit erreicht wird und auf diese Weise ein starkes, extrem belastbares Holz entsteht, das sich perfekt für eine Badetonne nutzen lässt. Das Thermoholz zeigt sich unempfindlicher gegenüber Fäulnis oder Schädlinge. Bei der Behandlung verliert das Thermoholz nicht an Maserung, dunkelt aber in der Regel nach. Wer die Farbe erhalten möchte, muss das Holz entsprechend zusätzlich pflegen. Zudem ist ein Badefass aus Thermoholz durch die spezielle Holzbehandlung deutlich teurer, als andere Holzarten für Badezuber.

Badezuber Tauchbecken oval

Badefass aus PE-Kunststoff

Eine alternative und sehr beliebte Materialauswahl zu Holz und Metall bietet das Badefass aus PE – Kunststoff. In der Regel wird es aus Polypropylen hergestellt und zeichnet sich durch einen kurzen sowie anspruchslosen Pflege- sowie Reinigungsaufwand aus. Es ist deutlich leichter als ein Holz-Badezuber und Fäulnis muss nicht befürchtet werden. Das Badewasser wird hier auch nicht durch Holzinhaltsstoffe (wie z.B. Harz) verunreinigt.
Badezuber 170

Badefass aus GFK

Ein weiteres Material ist als GFK (Glasfaserkunststoff) erhältlich, das üblicherweise für die Innenausstattung hergestellt wird. Es besticht durch eine luxuriöse Erscheinung und wird in der Regel ergonomisch für die Innenausstattung gefertigt. Dies erhöht den Sitzkomfort um ein Vielfaches.

GFK ist ebenso pflegeleicht wie herkömmlicher Kunststoff. Es besticht durch eine überdurchschnittliche Wetterbeständigkeit und ist stark belastbar. Der Dichtewert liegt im oberen Bereich über dem von herkömmlichen Kunststoffen, weshalb Glasfaserkunststoff auch die Wassertemperatur von einem Hottube besser hält. Auch bei GFK-Einsätzen wird das Badewasser nicht durch Holzinhaltsstoffe (wie z.B. Harz) verunreinigt.

Badezuber 190 Oval

Perfekt kombiniert

Für das beste Badeerlebnis empfehlen wir ihnen Badefässer mit PE-Kunststoff oder GFK-Einsatz. Diese zeichnen sich durch sehr hohe Dichtigkeit aus und sind zudem sehr pflegeleicht. Mit der passenden Holzverkleidung können Sie ihr Badefass entsprechend ihrem Garten-Ambiente optimal anpassen und setzen einen tollen farblichen Akzent. Wir bieten ihnen in unserem Shop Badefässer mit Holzverkleidungen in nordische Fichte, mit Thermoholz oder Red Cedar an.

Bausatz oder fertig montiert?

Bei einem Badefass als Bausatz handelt es sich um ein Angebot, das sich aus mehreren Einzelteilen zusammensetzt, die miteinander verbunden werden müssen. Dabei ist für den Aufbau meist ein wenig handwerkliches Geschick gefragt. Die mitgelieferte Montageanleitung beschreibt Ihnen genau welche Einzelteile sie in welcher Reihenfolge miteinander verbinden müssen. Nur auf diese Weise kann die Stabilität, einwandfreie Funktionalität sowie Belastbarkeit und Langlebigkeit eines Badebottichs gewährleistet sein. Grundsätzlich sind die Innenwannen natürlich nicht zerlegt, sondern werden in einem Stück geliefert.

Wenn Sie über wenig bis gar kein handwerkliches Geschick verfügen, sind Sie vermutlich mit einem bereits montierten Badefass viel besser beraten, zumal sich die beiden Ausführungen meist preislich kaum unterscheiden. Allerdings setzt das voraus, dass Sie ausreichend Platz für den Transport zum Standort bieten können. Wenn Zufahrtsstraßen eng oder Zugänge wie zum Beispiel ein Gartentor, schmaler ist, als das Badefass, dann bleibt Ihnen keine andere Wahl, als einen Bausatz zu wählen. Es sei denn, Sie können das bereits montierte Badefass über eine Mauer oder einen Zaun heben.

All dies sollten Sie vor einer Entscheidung eines Badefass-Bausatzes oder montiertem Badefass berücksichtigen. Ebenso die Aufbauzeit, die Sie für einen Bausatz benötigen. Je nach Größe ist von einer Aufbauzeit von einigen Stunden auszugehen. Mit zunehmender Badefass-Größe und je weniger Aufbauerfahrungen Sie besitzen, kann sich die Aufbauzeit weiter nach oben verschieben.

Grundsätzlich liegt die Materialauswahl im Ermessen eines jeden individuellen Geschmacks und Anspruchs sowie des vorhandenen Budgets. Wünschen Sie wenig Pflege- und Reinigungsaufwand, wird Ihnen eine Kunststoff- oder GFK (Glasfaserkunststoff)-Innenwanne am besten zusagen.

Wichtig bei der Auswahl ist die richtige Größe zu wählen. Soll das Badefass auch als Pool für die Kinder genutzt werden, wird es vorkommen, dass Besuch in das Badefass eingeladen wird oder möchten Sie das Badefass nur mit Partner für romantische, entspannende Stunden nutzen? Das sind Überlegungen, die Sie vor jedem Kauf tätigen und dementsprechend in die Größenwahl einfließen lassen sollten. Natürlich spielt das vorhandene Platzangebot bei der Größenwahl ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Möchten Sie sich den nassen und erholsamen Wasserspaß im Winter nicht entgehen lassen, ist ein Ofen Pflicht. Bei einem Ofen kommt es darauf an, wie schnell Sie das Wasser aufgewärmt wissen möchten und wie eine konstante Temperatur gehalten werden soll. Hier spielt neben den isolierenden Materialeigenschaften auch die Kapazität eines Ofens eine Rolle, denn Unterschiede zwischen 1,5 Stunden und 5 Stunden Aufwärmzeit sind die Regel.

Standort und Fundament

Wählen sie ab besten einen windgeschützten Standort, damit keine kalten Windeinflüsse die Wassertemperatur beeinflussen. Zudem wird an einem windgeschütztem Standort das Material weniger durch Witterungseinflüsse belastet.

Wird das Badefass ohne Ofen aufgestellt, empfiehlt sich einen Standort zu wählen, der in der Mittagszeit viel Sonne erhält. Auf diese Weise wärmt sich das Wasser schneller auf. Allerdings kann zu viel direkte Sonneneinstrahlung die Wasserqualität verschlechtern, weshalb dann wieder eine Verwendung einer Pumpe anzuraten ist.

Zusätzlich sollte der Standort über eine stabile, ebenerdige und tragfähige sowie gerade Untergrundfläche verfügen. Ein Beton-Fundament ist nicht zwingend notwendig. Eine dicke Schicht aus Kies, Schotter oder eine gepflasterte Fläche sind ausreichend als Aufstellstellfläche.

Auf das Aufstellen auf eine Grasfläche sollte verzichtet werden. Wenn es stark regnet oder viel Wasser aus dem Badefass entweicht, kann sich der Untergrund lösen und das Badefass absacken oder schlimmstenfalls einseitig kippen.

Heizen, Wasserqualität und Brennstoffe

Die Dauer der Aufheizphase hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen die Badefass-Größe, die Ofenstärke, die Außentemperatur, die gewünschte Badewasser-Temperatur sowie die Standort-Windverhältnisse. Abdeckungen verkürzen die Aufheizzeit beträchtlich.

Ein Aufheizen darf bei einem Innenofen nie ohne entsprechenden Wasserstand erfolgen.

Geheizt werden können die Innen- und Außenöfen mit normalen Holzscheiten bis zu 30 cm Länge, die trocken und in kleine Stücke gespalten sind. Vor allem Laubhölzer eignen sich hervorragend als Brennholz, denn sie besitzen einen guten Brennwert. Vermeiden Sie das heizen mit Kohle oder Briketts. Dies führt zu starken Verschmutzungen des Ofens.

Um eine optimale Wasserqualität zu besitzen, müssen Sie das Badefass nicht täglich leeren. Ein Wasserablassen nach Bedarf ist vollkommen ausreichend. Jedoch sollten Sie das Wasser pflegen, um eine optimale Wasserqualität längerfristig beibehalten zu können.

Die richtige Pflege

Für eine optimale Wasserqualität bedarf es einer regelmäßigen Wasserpflege. Hier sollten Sie natürliche Wasserzusätze verwenden, die das Entstehen von Pilzen und Algen verhindern. Auf chlorhaltige Mittel sollten sie verzichten, da diese langfristig das Material angreifen können und unter Umständen unschöne Bleichflecken hinterlassen.

Für Badetonnen, die viel in der Sonne stehen, empfiehlt sich vor allem im Sommer die Verwendung von Aktivsauerstoffgranulat. Dies hält die Wasserqualität stabil und das Wasser frei von Algen.

Je nach Holzart empfiehlt sich eine Holzpflege mit Öl oder einer Lasur, die das Holz im Außenbereich schützt und imprägniert.

Lassen Sie im Sommer ein Holz-Badefass nicht zu lange ohne Wasser stehen. Das Holz würde sonst austrocknen, anfälliger für Witterungen werden und damit die Undichtigkeit erhöhen. Im Winter sollte das Wasser nicht einfrieren.

Ein Holz-Badefass sollten Sie regelmäßig mit einer Bürste kräftig schrubben oder mit einem Dampfdruckreiniger säubern. Damit lösen Sie Bakterien und ähnliches in den Holzporen und schaffen eine Basis für eine optimale Wasserqualität.

Bei Kunststoff- oder Glasfaserkunststoff-Innenwannen verwenden Sie am besten neutrale Reinigungsmittel und verzichten auf aggressive Produkte, welche die Oberschicht angreifen könnten.

Tipps und Tricks

Wenn Sie Kinder haben, empfiehlt es sich, einen Badezuber zu kaufen, der über einen Außenofen verfügt. So umgehen Sie der Gefahr, dass sich Kinder an heißen Elementen des Ofens verbrennen können. Zudem sollten Sie bei einem Außenofen auch den Schornstein mit einer Sicherheitsumrandung versehen, dass hier beim Toben vor dem Badezuber das Unfallrisiko gemindert wird.

Wenn Sie sich, Ihre Kinder oder Ihre Gäste vor dem Betreten des Badezuber abduschen, können Sie länger das Wasser sauber und die Wasserqualität länger aufrecht erhalten. Vor allem ein Fußbecken mit einem Fußdesinfektionsmittel reduziert die Gefahr von Verschmutzungen, Bakterien sowie Pilzen.

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl unserer aktuellen Angebote zu Badefässern, Badetonnen und Badezubern.

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