Blockhaus

VON ANBEGINN

Beinahe seit Anbeginn errichten Menschen Häuser und Unterkünfte, um sich vor Wind und Wetter zu schützen. Holz gehört zu den Baustoffen, die die Natur in unseren Breiten im Überfluss zur Verfügung stellt. Daher bot es sich schon immer als Baustoff für Häuser und Hütten an. Dabei ist die Blockbauweise eine der ältesten Arten, ein Haus zu errichten. Bereits 2880 v.Chr., also vor beinahe 5000 Jahren, wurden am Federsee in Baden Blockhäuser errichtet.

Die moderne Technik des Baus von Blockhäusern ist eine Weiterentwicklung der althergebrachten Bauweise und verbindet altes Wissen und moderne Technik zu einer einmalig naturnahen Erfahrung bei der Errichtung eines Hauses. Im so genannten Wilden Westen der späteren USA wurden Blockhäuser weitaus seltener errichtet als allgemein angenommen, nur die ersten europäischen Siedler verwendeten diese Bauweise bei der Erschließung des Landes, obwohl das Material reichlich vorhanden war. Noch heute steht das Blockhaus in den USA als Symbol für einen bescheidenen Anfang.

Bauweise eines Blockhauses

Ursprünglich wurden unbehauene Stämme aufeinandergeschichtet, die vorher lediglich geschält wurden. Dies ist notwendig, da die Baumrinde beim Austrocknen des Holzes reißt und sich ablöst. Lange Zeit wurden die Stämme auf Wanddicke von beiden Seiten gesägt oder mit dem Zimmermannsbeil behauen.

Heute werden standardisierte Balken verwendet, die ein passgenaues Stapeln ermöglichen. In regelmäßigen Abständen werden Dübel eingesetzt, die ein Verrutschen der Stämme bzw. Balken gegeneinander verhindern. Die verbleibenden Zwischenräume werden abgedichtet, heute mit modernem elastischem Dichtungsband, früher mit Lehm oder Wolle. Wenn keine vorgefertigten Balken verwendet werden, wird die Form des unteren Balkens im sogenannten Parallelanriss auf den oberen Balken übertragen und dieser danach ausgearbeitet.

Eckverbindungen

Die Ecken eines Blockhauses bedürfen besonderer Aufmerksamkeit. Sie werden auch Schrot genannt. Von der ehemaligen Bezeichnung Zimmer leitet sich die Berufsbezeichnung des Zimmermanns ab. Es gibt viele unterschiedliche Methoden, die Balken an den Ecken miteinander zu verzapfen. Diese Technik ist äußerst wichtig und trägt entscheidend zur Stabilität des Hauses bei. Verkämmung, Verblattung oder Verzinkung als Schwalbenschwanzverbindungen sind nur einige der Möglichkeiten, die der Zimmermann als Ausdruck seines besonderen Könnens verwenden kann.

Moderne Blockhäuser

Heute sind Blockhäuser auch eine Alternative zum klassischen Wohnhaus in Massivbauweise. Sie sind als Fertighäuser lieferbar, oder als Bausatz aus vorgefertigten, versiegelten Balken, die für die Montage bereits nummeriert sind. Es wird in der Regel Nadelholz verwendet, da es gute isolierende Eigenschaften besitzt. Durch den leichten Holzgeruch wird dem Blockhaus eine hohe Wohnqualität nachgesagt. Da weniger Staub entsteht als in herkömmlichen Häusern, ist ein Blockhaus ideal für Allergiker geeignet.

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