Der Unterschied bei Lacken und Lasuren

Der Frühling ist da und Sie möchten Ihr Gartenhaus in neuem Glanz erscheinen lassen? Oder Sie nennen sich stolzer Neubesitzer eines Gartenhauses und stehen jetzt vor der Frage: lackieren oder lasieren? In folgendem Ratgeber zeigen wir Ihnen die Unterschiede von Lack und Lasur auf sowie die Anwendungsbereiche dieser.

Fakt ist, Holz sollte nicht unbehandelt im Außenbereich bleiben. Durch Witterungseinflüsse sowie Algen, Bakterien oder Pilze würde Ihr Gartenhaus schnell vergrauen und im schlimmsten Fall sogar in seiner Stabilität angegriffen werden. Aber auch optisch haben die verschiedenen Lacke und Lasuren einen großen Mehrwert, da Sie das Gartenhaus ganz nach Ihren Wünschen und Vorstellungen streichen können.

Soll es deckend oder durchscheinend sein?

Bei beiden Mitteln sind die zugefügten Pigmente und Füllstoffe für die Farbgebung verantwortlich. Bei Lasuren sind deutlich weniger Farbpigmente enthalten, deshalb spricht man hier von durchscheinend. Gehen Sie hier aber nicht davon aus, dass die Lasuren klar und farblos sind. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an leicht pigmentierten Lasuren, die transparent sind und somit die Holzmaserung durchschimmern kann.
Die gängigen Dünnschichtlasuren dringen in das Holz ein und schützen es somit vor eindringendem Wasser. Jedoch sollte hier daran gedacht werden, dass diese wasserdampfdurchlässig sind und auch keine deckende Schicht auf der Oberfläche hinterlassen.
Lacke hingegen erzeugen eine geschlossene Oberfläche, welche sowohl vor Wasser, Wasserdampf und UV-Strahlung schützt, aber eben auch die Holzmaserung komplett verdeckt. Sollten hier Kratzer einhergehen, empfehlen wir diese schnellstmöglich ausbessern.

Wichtig! Lacke und Lasuren enthalten Lösemittel! Diese verdampfen nach dem Auftragen. Deshalb achten Sie beim Auftragen darauf, nicht zu viel Dampf einzuatmen und soweit möglich im Freien die Anstriche zu machen.

Zusammenfassung der Eigenschaften

Lacke:

  • Oberfläche ist geschlossen und schützt somit besonders vor Abnutzung und Verschleiß
  • Widerstandsfähig
  • Maserungen des Holzes nicht mehr sichtbar
  • Große Farbpalette

Lasuren:

  • Holzmaserung bleibt sichtbar
  • Sind diffusionsoffen
  • Dringen tief in das Holz ein
  • Es sind weniger Bindemittel enthalten
  • Es gibt transparente sowie leicht färbende Lasuren. Umso öfter damit gestrichen wird, desto farbintensiver wird die Lasur
  • Reißen nicht ein und platzen nicht ab
  • Müssen regelmäßig erneuert werden

Für welche Holzarten eigenen sich Lacke und Lasuren?

So gut wie alle Nadelholzarten und einige Laubholzarten eignen sich für Lacke und Lasuren. Sie sollten nur bei Teakholz beziehungsweise generell tropischen Holzarten auf diese Art des Holzschutzes verzichten. Da diese Hölzer sehr ölhaltig sind, sollten sie diese auch nur mit einem Holzschutzöl behandeln. Vor einer Lackierung sollten Sie noch das Holz abschleifen. So kann der Lack zuverlässig haften.

Im Großen und Ganzen liegt es wie so oft immer an den eigenen Vorlieben, für welchen Schutz Sie sich für Ihr Gartenhaus entscheiden.

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