Schneelast für Gartenhaus, Pavillon, Überdachung

Unterschätzen Sie nicht die Schneelast. Um Ihr Gartenhaus vor eventuellen Schäden oder sogar einem Einsturz zu bewahren, haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Was heißt Schneelast

Die Schneelast ist der Druck, welcher, je nach Dichte unterschiedlich stark, das Dach Ihres Gartenhauses, Terrassenüberdachung, Sauna, Kota oder Gartenzimmers belastet. Die Berechnung erfolgt in Newton pro Quadratmeter. Beachtet werden muss aber, dass sich die Berechnung je nach Dichte des Schnees, unterscheidet und somit unterschiedliches Gewicht auf das Bauwerk drücken kann.

Die Schneelastzone

Eine Schneelastzone wird je nach Region unterschieden. So ist beispielsweise die Schneelast im Rheintal niedriger als in den Alpen. Sie können über das Deutsche Institut für Bautechnik eine Schneelastzonentabelle für Ihre Region einsehen.

Unterschiedliche Schneearten und ihr Gewicht

  • Trockener Pulverschnee 30 bis 50 kg/m³
  • Neuschnee 50 bis 100 kg/m³
  • Feuchter Neuschnee 100 bis 200 kg/m³
  • Trockener Altschnee 200 bis 400 kg/m³
  • Feuchter Altschnee 300 bis 500 kg/m³
  • Altschnee (mind. 1 Jahr alt) 500 bis 800 kg/m³

Schneelast und Belastungsgrenze

Die Schneelast in Ihrer Region ist ein wichtiges Element in der Planung des Baus. Denn je steiler das Dach ist, umso schneller rutscht der Schnee ab. Mit einem zusätzlich angebrachten Schneefang kann die Gefahr aber beispielsweise etwas eingedämmt werden. In hocheingestuften Schneelastzonen ist ein Flachdach nicht unbedingt zu empfehlen. Hier sollte in diesem Fall das Dach von dem Schnee recht schnell befreit werden. Sie merken also, nicht jeder Bausatz eignet sich für jede Schneelastzone. Beachten Sie vor dem Kauf des Bausatzes eines Gartenhauses, Gartensauna, Terrassenüberdachung oder Gartenzimmers das der Bausatz nach der Norm DIN EN 1991-1-3 (2010-12) angefertigt wird. In diesem Fall können Sie sicher sein, dass der Hersteller die Statik berechnet hat.

Die berechnete Schneelast reicht nicht aus

Ihr Gartenhaus oder Außensauna erfüllen gerade so die Schneelast oder unterschreiten sie sogar? In diesem Fall ist äußerste Vorsicht geboten, da erhebliche Einsturzgefahr besteht. Nachträgliche Veränderungen an dem Bau sind teilweise möglich. So könnten Sie zum Beispiel nachträglich das Dach mittels eines Dachbalkens abstützen. Beachten Sie aber nicht nur das Dach. Umso schwerer das Dach durch beispielsweise einen nachgerüsteten Dachbalken, umso mehr Last auf den Seitenwänden. Auch diese müssen bei der Berechnung der Statik einbezogen werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich bitte an einen Fachmann in Ihrer Nähe. Dieser kann Ihnen genau sagen was zu tun ist, um Ihr Gebäude richtig abzusichern.

Lesen Sie in unserem Ratgeber „Gartenbauten winterfest machen“ wie Sie Ihr Gebäude vor den teils starken Witterungen im Winter schützen können.

 

Hinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr!

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