Mücken vertreiben und vorbeugen

Mücken

Welch weiteres Wort bedarf es noch außer „nerven“ wenn, man an Mücken denkt? Nicht nur, dass sie uns stechen und dies bei Allergikern sehr schmerzhaft und gefährlich werden kann, allein schon der Summton, wenn sie sich bereit machen uns zu piesacken, reicht aus, um Abends vom Garten ins Haus zu fliehen, um den Plagegeistern zu entkommen. Wir haben uns einige Mythen rund um die Mücken mal genauer angeschaut und können Ihnen nun folgend aufzeigen, was wirklich gegen sie hilft und wie Sie die Sommerabende entspannt draußen bleiben können.

Welche Mücken gibt es bei uns überhaupt?

Allen voran ist die gemeine Stechmücke und die große Hausmücke bei uns heimisch. Diese sind zum Großteil ungefährlich für Menschen. In anderen Teilen der Welt sieht dies schon ganz anders aus. Die Gelbfiebermücke, die asiatische oder japanische Buschmücke und die Tigermücke sind teils sehr gefährlich. Sie übertragen schwere Krankheiten auf uns Menschen. Obacht ist geboten, denn durch importierte Waren können die Eier dieser Mücken auch zu uns nach Europa gelangen.

Warum existieren Mücken?!

Eine berechtigte Frage, vor allem wenn man zu dem Teil der Menschen gehört, die regelmäßig zum Opfer der Mücken werden. Fakt ist, Mücken, Zecken und auch Würmer sind sehr nahrhaft und somit ein unentbehrlicher Teil in der Nahrungskette. Eine Ausrottung dieser Parasiten würden den Tod vieler Lebewesen bedeuten. Außerdem werden durch sie die Populationen ihrer Wirttiere im Zaum gehalten.

Was zieht Mücken an – der Mythencheck

  • Mücken werden von Licht angezogen – so jedenfalls sagen viele. Das ist jedoch ein Irrtum. Warum? Mücken sind, je nach Art, zu verschiedenen Tageszeiten aktiv. Die meisten Arten sind in der Abenddämmerung aktiv, was den Anschein erweckt, dass Sie von dem Licht angezogen werden.
    Außerdem sind Stechmücken sogenannte „Nasentiere“. Dies bedeutet, sie richten sich vor allem nach dem Geruch sowie dem ausgeatmeten Kohlendioxid. Sie nehmen außerdem Körperschweiß und die beim Fettabbau entstehenden Butter- und Milchsäuren. Ebenfalls die Körpertemperatur spielt eine große Rolle. Um so höher diese ist, umso mehr schwitzt man und wird deshalb immer attraktiver für weibliche Stechmücken.
  • „Du wirst wegen deines süßen Blutes gestochen!“ – Eine Aussage, welche Menschen die bevorzugt gestochen werden, mit Sicherheit schon ein paar Mal gehört haben. Das stimmt aber so nicht ganz. Wie bereits erläutert, richten sich Mücken nach ihrer Nase. Die Zusammensetzung unseres Blutes bestimmt über den Geruch, welchen wir über die Haut absondern.
  • „Frauen werden von Mücken bevorzugt“ – stimmt so auch nicht. Wie wir bereits herausgefunden haben, richten sich Mücken ausschließlich nach ihrer Nase. Frauen empfinden Mückenstiche aber stärker, da sie eine dünnere Haut haben.

Interessant ist auch, wenn Mücken die Wahl haben, werden sie sich in der Regel trotzdem für die Person entscheiden, die auch gepiekt würde, wenn sie allein wäre.

Essgewohnheiten ändern?

Das wird Ihnen nicht helfen. Laut Forschern haben Essgewohnheiten keinen Einfluss darauf, ob man gestochen wird.

Was hilf denn jetzt gegen die lästigen Parasiten?

Es gibt ein paar Hausmittel, welche Ihnen helfen Mücken fern zu halten. Folgend geben wir eine kurze Übersicht:

  • Körperschweiß abduschen
  • Verzichten Sie auf stark parfümierte Duschgels
  • Am besten helle und lange Kleidung tragen
  • Pflanzen Sie in der nähe Ihrer Sitzecke Tomaten, Lavendel, Minze usw. an
  • Ätherische Öle wie Zedernholz, Eukalyptus und Zitrusöle sind gute Helfer
  • Fliegengitter vor den Fenstern anbringen
  • Beugen Sie Wasseransammlungen im Garten vor
  • Gemahlenen Kaffee auf einer feuerfesten Unterlage anzünden

Mücken im Wohnbereich

Was ist es nervig. Sie liegen abends im Bett und dann, aus dem nichts, summt es. Wieder eine Mücke im Schlafzimmer und das Elend geht los. Da wir Kohlendioxid ausatmen, halten sich die Mücken die meiste Zeit auch in Kopf und gefühlt in Ohr Nähe auf. Wie bereits gesagt, sind Fliegengitter eine super Abwehr. Außerdem hilf erneutes Abduschen vor dem Schlafen gehen. Dies hilft jedoch nur für kurze Zeit, da unser Körperduft gleich bleibt. Als letzte Möglichkeit empfehlen wir Ihnen einen Ventilator. Durch die umhergewirbelte Luft kann eine Mücke nicht lokalisieren, woher der so anziehende Geruch kommt.

Mücken im Garten

Wenn sie sich lange beziehungsweise generell im Freien aufhalten, raten wir Ihnen vor allem in der Dämmerung zu heller, langer Kleidung. Außerdem sollten Sie Wasseransammlungen vermeiden. Leeren Sie Gießkannen und Vogelbäder regelmäßig. Wichtig dabei ist, dass Sie die Gegenstände auch säubern. Mückeneier können auch eine Weile in Trockenheit überleben. Um gerade im Sommer nicht auf das gesammelte Regenwasser verzichten zu müssen, raten wir Ihnen, die Regenwassertonne gut abzudichten, um eine Ansammlung der lästigen Tierchen zu vermeiden.

Die kleinste Pfütze lässt die Mücken Larven legen. Vermeiden Sie diese unbedingt. Haben Sie einen Gartenteich, schöpfen Sie die Larven ab. Außerdem können Frösche als natürlicher Feind unterstützend helfen.

Pflanzen gegen Mücken

Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Einige Stiftungen und Gartenblogger schwören auf Tomatenpflanzen und dem Geruch von Rosmarin, Katzenminze, Lavendel, Minze oder Zitruspflanzen. Wissenschaftlich belegt ist dies jedoch noch nicht. Verbrennen Sie gemahlenen Kaffee. Dieser Geruch vertreibt die Mücken und liegt Ihnen gut in der Nase.

Chemische Mittel

Gern genutzte Verdampfer, welche Sie im Einzelhandel erwerben können, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind effektiv, aber auch Stromfresser und gefährden die Gesundheit von Allergikern und Kindern. Generell empfiehlt es sich, vor allem bei Babys und Kleinkindern ein Moskitonetz zu nutzen. So werden keine chemischen Stoffe inhaliert und die Kinder haben einen guten Schutz.

Die bei der Apotheke erwerbbaren Cremes und Sprays gegen Mücken helfen je nach Person Mehr oder Weniger gut. Fakt ist, dass darauf geachtet werden muss, jede Partie des Körpers zu behandeln, denn die Mücken finden jede Stelle, die nicht eingecremt oder besprüht wurde. Außerdem verfliegt die Wirkung der meisten Mittel nach ca. 4 Stunden.

Was bei Mückenstichen hilft

„Hilfe Mückenstich!“ Oberste Regel jetzt: Schnell sein! Unser Speichel hilft bei Mückenstichen. Nicht nur, dass die Stelle dadurch gekühlt wird, auch die darin enthaltenen Enzyme wirken desinfizierend.

Ebenfalls kann fließend kaltes Wasser oder eine Kühlkompresse helfen. Nehmen Sie eine Salbe mit Antihistaminika oder Hydrocortison dazu, schwillt der Mückenstich nicht so stark an.

Es gibt auch ein paar Hausmittel gegen Entzündungen und Juckreiz, welche schnelle Linderung bringen (können):

  • Eine aufgeschnittene Zwiebel oder Zitrone hilft durch die Säure die Einstichstelle zu desinfizieren, kühlen und es wirkt beruhigend
  • Wenn Sie direkt nach dem Einstich die Stelle mit Apfelessig, einer Mischung aus Honig und Speisenatron oder Johanniskrautöl behandeln, wird die gleiche Wirkung erzielt.
  • Ebenfalls wirkt Quark entzündungshemmend.
  • Für die hartgesottenen: Ein erhitzter Löffel oder heißes Wasser neutralisiert das Gift der Mücke. Die darin befindlichen Eiweißproteine werden ab einer Temperatur von 45 Grad Celsius zerstört. Bei dieser Variante raten wir zu Vorsicht, Verbrennungen/ Verbrühungen können die Folge sein.

Und der wichtigste und am schwersten durchzuhaltenden Tipp: Nicht kratzen! Auch wenn es noch so juckt, bleiben Sie hart. Es kann zu einer Entzündung und Narbe kommen, wenn Sie die Stiche aufkratzen.

Sollten Sie Allergiereaktionen bekommen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die auftretenden Symptome können Ausschlag, Schwindel bis hin zu einem Allergischen Schock sein.

Sollten Sie weitere hilfreiche Tipps zu dem Thema haben, freuen wir uns über Ihren Kommentar. Weitere interessante Beiträge finden Sie hier.

 

 

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