Richtig Saunieren

Das Sauna-Einmaleins sowie hilfreiche Tipps zum richtigen Saunieren haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt.

Zu aller erst ist es am wichtigsten, dass Sie sich genug Zeit für Ihren Saunabesuch nehmen. Dieser soll Sie entspannen und nicht noch mehr Stress auslösen. Alles in allem sollte man für einen Saunabesuch mit insgesamt drei Durchgängen circa 2 Stunden einplanen.

Wichtig zu wissen: Sie sollten die Sauna mit einem akuten, grippalen Infekt meiden. Außerdem empfehlen wir Ihnen bei schweren Herzkreislauf- und Lungenerkrankungen, extremen Bluthochdruck, Epilepsie oder Beeinträchtigungen der Niere das Dampfbad und nicht den Besuch der Sauna. Das Dampfbad beansprucht den Körper nicht so stark wie das Saunieren und wirkt trotzdem zur Entspannung bei. Sollten Sie doch lieber Saunieren wollen, besprechen Sie dies bitte im Vorfeld mit Ihrem Arzt.

In den meisten deutschen Saunen herrscht eine Textilfrei-Pflicht. Dies bedeutet, Sie nehmen sich ein Handtuch mit in die Sauna, um sich darauf zu legen oder zu setzen und die Füße abzustellen aber nicht den Körper abzudecken. Der Schweiß kann so ungehindert abfließen und auch der Hitzeaustauschs des Körpers wird nicht unterbrochen. Sollten Sie sich jedoch sehr unwohl dabei fühlen, haben Sie in einigen Einrichtungen die Möglichkeit einen Saunakilt zu tragen, welcher Sie bedeckt.

Gehen Sie nicht mit nüchternem Magen in die Sauna. Dies kann Ihren Körper zu einem Kreislaufkollaps führen. Vorher genügend trinken und eine Kleinigkeit essen und Sie werden sich beim Saunieren wohl fühlen. Zwischen den Saunagängen ist das Trinken nicht zu empfehlen, hinterher sollten Sie aber circa 1 Liter Wasser oder Saftschorle zu sich nehmen, um den Flüssigkeitsverlust aufzufüllen.

Vor dem ersten Saunadurchgang müssen Sie sich abduschen und hinterher richtig abtrocknen. Dies hat nicht nur hygienische Gründe, denn der lästige Fettfilm der Haut wird entfernt und die trockene Haut dünstet besser aus. Nach der Dusche folgt ein warmes Fußbad, um Ihren Körper zu akklimatisieren. So bereiten Sie sich auf die Wärme vor. Da die Sauna der Entspannung dient, sollten Sie sich ruhig verhalten. Sobald Sie die Sauna betreten haben, legen Sie Ihr Handtuch auf die Sitzbank, und zwar so, dass kein Körperteil die Holzflächen berührt, damit nachfolgende Gäste eine saubere Sauna vorfinden. Saunaanfänger sollten die unteren beiden Bänke für den Anfang nutzen, um den Kreislauf nicht zu sehr zu beanspruchen. Warme Luft steigt nach oben, so auch in der Sauna. Ungeübte kann dieser Zustand schnell zu einem Kreislaufkollaps führen. Für den Anfang dauert ein Saunabad zwischen 8 bis 12 Minuten, maximal 15 Minuten. Anfänger sollten mit einer Niedriggradsauna starten. 50 bis 60 Grad für den Anfang, um zu schauen, wie Ihr Körper und Kreislauf auf die Wärme reagiert reichen aus.

Sollte Ihnen unwohl sein, stehen Sie langsam auf und gehen aus der Sauna. Diese soll der Entspannung dienen und kein Unwohlsein auslösen, legen Sie sich in den Ruhebereich bis Sie sich wieder besser fühlen. Sollte es Ihnen zunehmend schlechter gehen, informieren Sie den Saunameister, dieser wird Ihnen wieder auf die Beine helfen.

Nach jedem Saunagang ist es ratsam, den Körper langsam wieder abzukühlen. Die meisten öffentlichen Saunen haben dafür den sogenannten Saunagarten. Ziehen Sie sich Ihren Bademantel über und laufen ein paar runden, Sie werden merken wie gut Ihnen das tut. Nun folgt eine kalte Dusche. Fangen Sie hierfür bitte am rechten Fuß an und gehen mit dem Wasserstrahl langsam das Bein hoch bis zum Arm und dann auf die Linke Seite, zum Schluss die Herzregion. Nach dem Abduschen können Sie noch ein Bad im Kaltbecken nehmen. Nach dem Abkühlen empfehlen wir Ihnen ein erneutes, warmes Fußbad. So wird die im Körper verbliebene Wärme abgeführt und ein Nachschwitzen wird verhindert.

Nun ist es Zeit, etwas zu entspannen. Hierfür empfehlen wir Ihnen 10 bis 20 Minuten im Ruheraum. Nach dem Saunagang ist vor dem Saunagang. Möchten Sie einen weiteren Durchgang machen, beginnt alles von vorn. Sie duschen sich ab, machen erneut ein warmes Fußbad und betreten die Sauna. Auch das Abkühlprozedere bleibt das Gleiche. Insgesamt sollten nicht mehr als 3 Saunadurchgänge bei einem Besuch in der Sauna gemacht werden, da dies den Körper zu sehr belastet.

Wissenswertes zu Saunaaufgüssen

Die Sauna darf nie während eines laufenden Aufgusses betreten werden. Ein Saunaaufguss erhöht die Luftfeuchtigkeit, wovon vor allem Ihre Atemwege profitieren. Das Herzkreislaufsystem wird dadurch aber stark beansprucht. Sollten Sie sich unwohl während eines Aufgusses fühlen, scheuen Sie sich nicht die Sauna zu verlassen.

Der Ablauf des Aufgusses erfolgt in drei Phasen. Am Anfang des Saunaaufgusses erfolgt das sogenannte Anschwitzen. Dies dauert in der Regel 5 Minuten. Nach der Vorschwitzphase folgt der Aufguss, welcher circa 6 bis 8 Minuten dauert. Zum Schluss gibt es noch die 1 bis 2-minütige Nachschwitzphase.

Zu Beginn des Aufgusses wird das Aufgusswasser oder auch Eis, welches oft mit ätherischen Ölen vermischt wird, auf die heißen Saunasteine gegossen. Die vermengten Öle haben entweder eine beruhigende oder anregende Wirkung auf Ihren Körper. Das Wasser verdampft und so steigt kurzzeitig die Luftfeuchtigkeit in der Sauna. Der Saunameister verwedelt mit einem Handtuch oder Fächer den Wasserdampf, um ihn in der Sauna zu verteilen. Dadurch entsteht ein Hitzereiz. Der Wasserdampf kondensiert auf der kühleren Haut und überträgt so die Hitze der Saunasteine auf den Körper. Dieser Vorgang wird in der Regel drei Mal wiederholt. Nach dem Aufguss kann man noch 1 bis 2 Minuten sitzen bleiben um nachzuschwitzen.

Öffentliche Saunen haben meist einen Aufgussplan aushängen, da nicht jeder Körper diese verträgt, können Sie so im Vorfeld einsehen welche Sauna Sie meiden oder aufsuchen möchten. Auch ohne einen Aufguss erzielen Sie die volle Wirkung der Sauna.

Wie oft Saunieren? Zwei Mal wöchentlich mit je drei Durchgängen stärkt und unterstützt Ihr Immunsystem bereits tatkräftig.

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