Saunareinigung

Die Saunareinigung

In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen Tipps zur Saunareinigung geben. Wie häufig, mit welchen Reinigungsmitteln und was es grundsätzlich bei der Reinigung zu beachten gibt. Außerdem welche Unterschiede bei den verschiedenen Materialien und Reinigungsmethoden zu beachten sind. Diese Punkte sind wichtig, um den Genuss Ihrer Sauna, Ihrer Wohlfühloase, langfristig zu gewährleisten.

Gute Gründe für die Reinigung

Das Klima der Sauna entsteht aus Temperaturwechsel und Luftfeuchtigkeit. Auch Sie hinterlassen bei Ihrem Saunagang Feuchtigkeit beim Atmen und Schwitzen. Feuchtigkeit, Hitze und Wärme sind perfekte Lebensbedingungen für eine Menge Mikroorganismen. Wird die Sauna nicht richtig gereinigt, können hässliche Verfärbungen des Holzes oder der Fliesenfugen entstehen. Wer teilt sich gerne seine Wohlfühloase mit Schimmel und Co.?

Diese unheilvollen Mitbewohner sehen nicht nur unschön aus. Sie können im schlimmsten Fall die Bausubstanz Ihrer Sauna und auch Ihre Gesundheit hochgradig gefährden. So ist die Entspannung, welche Ihnen Ihre Sauna bringen soll, nicht gegeben. Einzig die regelmäßige Reinigung, am besten nach jedem Saunagang, kann diesem Verfall entgegenwirken.
Machen Sie sich die Reinigung nach dem Saunagang zur Gewohnheit. So können Sie, dank der typgerechten Pflege und Reinigung lange Freude in und mit Ihrer Sauna genießen. Es gibt verschiedene Methoden und Reinigungsmittel für die Sauna, denn Reinigung ist nicht gleich Reinigung.

Vor dem Saunagang

Sofern Sie Ihre Sauna regelmäßig und gründlich reinigen, müssen Sie vor Ihrem Saunagang nur wenig beachten. Prüfen Sie ob sich auf den Sitzflächen und Boden Staub, Haare oder Schmutz befindet, und saugen Sie es gegebenenfalls weg. Dieser Tipp ist bei allen Saunen, Innen- wie auch Außensaunen, anzuwenden. Außerdem raten wir Ihnen, vor dem Saunagang gründlich zu duschen und Ihre Haut und Haare von Schmutz, Schweiß und Kosmetikrückständen zu befreien. Wahrend des Saunierens schwitzen Sie so aus Ihren zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen ausschließlich puren Schweiß ins Handtuch und keinen „Chemiecocktail“ aus Schweiß, Schmutz und Kosmetikresten. Das ist gut für Ihre Haut und schont die Sauna.

Die Grundreinigung nach dem Saunagang

Die Sauna dient der Entspannung. Eine große und aufwendige Putzaktion direkt im Anschluss ist daher kontraproduktiv. Wichtig ist jedoch, dass Sie die Sauna gründlich abkühlen und trocknen lassen. Hierfür schalten Sie den Saunaofen aus und öffnen Tür und gegebenenfalls die Fenster. Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie die Saunatür generell geöffnet halten, um eine gute Luftzirkulation zu haben. Haben Sie eine Infrarotsauna müssen Sie diese unbedingt vom Strom entfernen.

Das kompletter Trocknen der Sauna braucht, insbesondere bei einer Holzsauna Zeit. Das Holz nimmt während des Saunierens viel Feuchtigkeit auf und muss dann vollständig trocknen. Sobald die Sauna vollständig abgekühlt und getrocknet ist, reicht es, aus diese feucht auszuwischen. Die entstandene Putzfeuchte müssen Sie hinterher auch komplett austrocknen lassen.
Im Handel gibt es spezielle Reinigungsmittel, welche zum Teil mit Wasserstoff-Peroxid (oftmals eine 3-prozentige Lösung) versetzt sind. Diese Wasserstoffperoxid-Lösung verdunstet während des Saunierens, sind aber unbedenkliche Stoffe. Beim Kauf von speziellen Saunareinigern richten Sie sich bitte nach den Empfehlungen des Herstellers.

Die Sauna sollten Sie immer von oben nach unten reinigen. Die Wandverkleidung muss dabei nicht jedes Mal mit gereinigt werden. Hier reicht es aus, erst bei sichtbarer Verschmutzung oder von Zeit zu Zeit den Lappen in die Hand zu nehmen. Haben Sie Fliesen in der Sauna, lohnt sich das Regelmäßige drüber wischen, da es Wasser- und Kalkflecken vorbeugt.

Von einer Reinigung mit einem Wasserschlauch oder gar Hochdruckreiniger ist abzuraten. Das Holz ist sehr feuchtigkeitsempfindlich und es könnte ausfransen, splittern oder sogar reißen. Auch bei einer Reinigung mit Reinigungsölen aus dem Handel ist Vorsicht walten zu lassen. Achten Sie auf die Nachhaltigkeit des Öls. Beispielsweise Orangenöl, auch wenn es natürlich ist, zieht tief ins Holz ein und verdunstet während des Saunabetriebs. Dies kann zu starkem Duft und somit zu einer Reizung Ihrer Schleimhäute führen. Außerdem kann es die Holztemperatur unregelmäßig verändern, was ebenfalls sehr unangenehm wird.

Reinigung bei stärkerer Verschmutzung

Es kommt hier auf die Art der Verschmutzung sowie des Holzes an. Entdecken Sie hartnäckigen Schmutz auf Sitzflächen von unbehandeltem Holz, können Sie diese mit Schleifpapier (Körnung 160) vorsichtig abschleifen. Das Schmirgeln hilft auch gegen spröde Stellen auf dem Holz. Wenden Sie diese Methode ausschließlich bei unbehandeltem Holz an. Thermo-Saunaholz würden Sie damit stark beschädigen! Wenn Rußmarken durch den Saunaofen entstehen, sollten Sie diese auch zügig entfernen.

Sauna desinfizieren

In der klassischen Sauna entstehen im Regelfall im oberen Teil des Saunaraums so hohe Temperaturen, dass diese ausreichen, um die obere Sitzfläche „nebenbei“ zu desinfizieren. Die restlichen Bereiche sollten Sie, vorausgesetzt Sie reinigen Ihre Sauna regelmäßig nach jedem Saunagang, alle paar Monate desinfiziert werden. Achten Sie dabei bitte genau darauf, welches Mittel Sie zur Desinfektion nutzen. Am besten folgen Sie auch hier der Empfehlung des Herstellers, da es bei chlorhaltigen Mitteln zu Verfärbungen und neuen Flecken auf dem Holz kommen kann.

Reinigung des Saunaofens

Bei Kalk- und Wasserflecken oder Verfärbungen durch Aufgüsse mit Zusätzen können Sie mit einer Waschlauge diese entfernen. Dazu mischen Sie Wasser mit einem Schuss Zitronensäure oder Essig. Mit einem feinen Tuch oder festen Bürste können Sie die Flecken dann entfernen.

Saunasteine reinigen und austauschen

Meist werden Saunasteine aus Granit genutzt. Hier sollten Sie generell darauf achten, dass diese frei von Schadstoffen wie Asbest und möglichst vorgewaschen sind. Andernfalls kann es beim Saunieren dazu kommen, dass Schadstoffe oder Schmutz verbrennen oder die Steine zerbröseln. Allerdings bilden sich mit der Zeit Ablagerungen, welche die Poren verstopfen. Sie sollten die Steine deshalb mit Wasser und einer Bürste reinigen. Verzichten Sie dabei auf Reinigungsmittel. Sie hinterlassen Reste, welche beim Erhitzen verdampfen und die Saunaluft verschmutzen. Alle drei Monate, spätestens nach einem Jahr regelmäßiger Nutzung sollten Sie die Steine auf ihren Zustand prüfen und gegebenenfalls austauschen.

Verschleiß bei der Sauna

Prüfen Sie bei jeder Saunareinigung diese auf Verschleißspuren, denn diese treten bei regelmäßiger Nutzung naturgemäß ein. Bei Holzsaunen zum Beispiel sind die Verschraubungen potenzielle Schwachstellen. Auch Ihrer Saunatür können etwas Gutes tun. Behandeln Sie die Scharniere mit harzfreiem Graphitöl um diese geschmeidig zu machen.

 

Hinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr!

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