Fundament bei der Sauna

Das Fundament

Die Gartensauna benötigt, genauso wie ein Gartenhaus, einen festen Stand. Ein Fundament ist also bei einer Außensauna genauso wichtig, um den benötigten Stand zu gewährleisten. Nachfolgend zeigen wir Ihnen die gängigen Fundamentarten, welche für Ihre Gartensauna geeignet sind.

Innensaunen werden im Gegensatz zu Außensaunen auf einem Estrich- oder Fliesenboden aufgebaut und an den Wänden verankert.

Baugrund

Der vorhandene Baugrund ist zu großen Anteilen entscheidend, wenn es um die Wahl eins Fundaments geht. Bodenbeschaffenheit wie Humus, Torf und Moor eignen sich gar nicht als Untergrund. Mineralsteingemische hingegen eignen sich dafür hervorragend. Ebenfalls zu beachten ist die Größe und das Gewicht des Baus. Ein schweres großes Gartenhaus sollte beispielsweise auf einer Fundamentplatte gebaut werden.

Bei einem Punktfundamenten kann Feuchtigkeit von unten ins Holz dringen und es somit verwittern lassen. Wir empfehlen Ihnen deshalb für unsere Gartenhaus- und freistehenden Saunen ein komplettes Betonfundament beziehungsweise Bodenplatte, da diese Form des Unterbaus Ihre Sauna auch noch von unten, zum Beispiel vor Frost und Feuchtigkeit, schützt.

Tragfähigkeit

Auch die Tragfähigkeit des Bodens ist wichtig. Wir unterscheiden hier in zwei Kategorien:

Nichtbindiger Boden:

Von nichtbindigem Boden spricht man bei einem Untergrund aus Körnern unterschiedlichster Größen aus Sand, Stein und Kies. Diese Art des Unterbodens ist relativ unempfindlich bei einer Wasserzufuhr, da er diesem keine Möglichkeit gibt, sich anzusammeln. Wenn er richtig fest ist (zum Beispiel durch eine Rüttelmaschine), besitzt er eine hohe Stabilität, um bebaut werden zu können.

Bindiger Boden:

Dieser Untergrund besteht im Regelfall aus Ton, Lehm, Schluff, Mergel oder Tonplättchen. Dies macht ihn zu einer Art Schwamm für Wasser und ist somit als Untergrund nicht geeignet. Ist diese Art von Untergrund jedoch vollständig ausgetrocknet und ausgehärtet, bietet er entsprechende Eigenschaften, um bebaut werden zu können.

Wichtig: Die folgenden Angaben und einzelnen Arbeitsschritte sind ausschließlich als schematische Vorgehensweise und Überblick der einzelnen Fundamentbauweisen anzusehen. Sie ersetzen keinesfalls eine komplette Aufbauanleitung oder gar einen Fachmann. Beachten Sie, dass es zu erheblichen Schäden an der Sauna kommen kann, sollte das Fundament falsch gesetzt werden. Wir übernehmen hierfür keine Haftung!

Punktfundament

Das Punktfundament eignet sich bei kleinen bis mittelgroßen Bauten. Es ist nur bei ebenen und festem Untergrund als Fundament geeignet! Beachten Sie bitte die Bodenbeschaffenheit, sollte diese unterschiedlich sein, kann es passieren, dass Ihr Gartenhaus stellenweise absackt.

Die Konstruktion

Bei einem Punktfundament setzen Sie die einzelnen Fundamentstücke in regelmäßigen Abständen über die gesamte Fläche des Gartenhauses. Beachten Sie, dass Sie vor allem bei Einzellasten wie beispielsweise dem Standbalken des Dachüberstandes ein Fundament setzen, um die Statik des Gebäudes nicht zu beeinträchtigen. Die Tiefe der Punktfundamente darf nicht unter 80 cm liegen und sollte 30 x 30 cm breit sein, um frostsicher zu sein. Durch den Einsatz von Schalungsbrettern ist es möglich, das Fundament 5 cm überstehen zu lassen, um das Gartenhaus zu Unterlüften und so Schimmel zu vermeiden. Die Fundamentlöcher sollten, bevor sie mit Beton gefüllt werden, mit Eisenmatten ausgelegt werden. Wenn alle Punktfundamente gegossen sind, müssen diese mindestens eine Woche aushärten. Damit das Gartenhaus später auf dem Fundament gegen aufsteigende Nässe geschützt wird, eignet sich eine Schicht Dachpappe als Isolierung, bevor man die Holzfundamentbalken auf die Punktfundamente legt.

Streifenfundament

Das Streifenfundament eignet sich bei einem mittelgroßen Bauvorhaben, welches auf unebenen Boden erbaut werden soll. Es ist ein stabiles und auch frostsicheres Fundament, welches vor allem bei schweren Wänden und Linienlasten geeignet ist.

Die Konstruktion

Diese Fundamentart wird entlang des Grundrisses sowie der tragenden Wandteile gesetzt. Zuerst wird ein Graben entlang der Außenwände in 80 cm tiefe und 30 cm breite ausgehoben. Die übrige Fläche wird dann 20 cm tief ausgehoben, um dann weitere Streifen in 60 cm tiefe zu setzen. Auf der 20 cm ausgehobenen Fläche verteilen Sie dann eine 10 cm breite Schotter- und Kiesschicht, auf welche Sie dann eine PE-Folie legen. Die Betonmischung wird in Lagen eingefüllt und durch Stahlmatten in der Stabilität unterstützt. Beachten Sie auch hier bitte die Trocknungsphase des Betons, bevor Sie das Gartenhaus auf dem Fundament errichten.

Plattenfundament

Das Plattenfundament ist eine vergleichsweise schnelle und kostengünstige Variante, welche jedoch nur bei kleinen Gartenhäusern oder Schuppen in Betracht gezogen werden sollte. Diese Fundamentart bietet weder einen Frostschutz, noch ist Sie besonders langlebig. Da Sie nicht versiegelt ist, kann Wasser von unten in die Gartensauna dringen und es so verwittern lassen.

Die Konstruktion

Bei einem Plattenfundament wird zunächst die gesamte Fläche des Gartenhauses 30 cm ausgehoben. Im Anschluss wird eine 20 cm dicke Kies- und Schotterschicht verteilt und mit einem Rüttler befestigt. Die einzelnen Betonplatten werden nun Fuge an Fuge auf dem glatt gestrichenen Kies gelegt. Mittels eines Gummihammers vertiefen Sie die Platten und mit einer Wasserwaage überprüfen Sie die Ausrichtung.

Bodenplatte

Die Bodenplatte ist die langlebigste Variante bei den verschiedenen Fundamenten. Sie bieten durch ihre flächendeckende Betonschicht Schutz vor Frost und Feuchtigkeit und ist auch für größere Gartenbauten hervorragend geeignet. Durch die hohe Stabilität ist diese Form des Fundaments auch bei weichem Erdboden möglich.

Die Konstruktion

Entsprechend dem Grundriss muss ein 30 cm tiefer Erdaushub erfolgen. Sobald dies geschehen, erfolgt eine 15 cm breite Aufschüttung von Kies, welcher unbedingt durch einen Rüttler befestigt und verdichtet werden muss. Auf die Kiesschicht legen Sie dann eine PE-Folie und umschalen den Grundriss für den nächsten Schritt. Sie füllen nun den Aushub mit der Betonmischung auf und legen dabei Stahlmatten dazu, um den Beton zu verdichten und zu stabilisieren. Die Betonfläche darf erst nach vollständigem austrocknen betreten werden. Außerdem darf Sie nicht bei frostigen Temperaturen gegossen werden.

 

Hinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr!

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